Ich lese gerade

Scherbenseele: Psychothriller (Sund: Die Kronoberg-Reihe, Band 1)
Erik Axl Sund, Nike Karen Müller
Bereits gelesen: 69/416 pages
Shining
Stephen King
Bereits gelesen: 125/464 pages

reading list 2017

"There is no friend as loyal as a book."

(Ernest Hemingway)

 

 

 

[August 2017]

reading list 2016

“I have always imagined that Paradise will be a kind of library.”

(Jorge Luis Borges)

 

 

Days of Blood and Starlight (Daughter of Smoke and Bone Trilogy) by Taylor, Laini (2013) Paperback - Laini Taylor

 

 

 

"I am one of billions. I am stardust gathered fleetingly into form. I will be ungathered. The stardust will go on to be other things someday and I will be free."

 

 

 

 

Inhalt:

Für Karou ist eine Welt zusammengebrochen. Sie hat erfahren, dass Akiva für den Tod ihrer Familie verantwortlich ist, Loramendi wurde zerstört und viele der Chimären wurden getötet. Doch in der Wüste von Marokko beginnt Karou gemeinsam mit dem Weißen Wolf eine Armee aus Monstern aufzubauen, die beginnt, die Engel in Angst und Schrecken zu versetzen.

Währenddessen machen sich Zuzana und Mik auf die Suche nach ihrer Freundin Karou.

Akiva, der dachte, dass Karou gestorben wäre, versucht seine Schuld wieder gut zu machen. Gemeinsam mit Hazael und Liraz widersetzt er sich seinen Befehlen und plant einen Verrat an seinem eigenen Volk.

 

Meine Meinung:

Obwohl ich ziemlich lange gebraucht habe, um das Buch zu lesen, hat es mir sehr gut gefallen. Ich habe „Days of Blood and Starlight“ wie auch den ersten Teil auf Englisch gelesen und bin das eine oder andere Mal aufgrund von unbekannten Begriffen ins Stolpern geraten. Je weiter es auf das Ende zuging, desto besser kam ich jedoch damit zurecht und das Lesen fiel immer leichter.

Hilfreich war auf jeden Fall die Spannung, die die Autorin aufgebaut hat. Obwohl sich die Handlung am Anfang etwas in die Länge zog, habe ich mich trotzdem nicht gelangweilt. Man erfährt viel mehr über Eretz und die Welt der Seraphim und Chimären als im ersten Teil. Irgendwann nahm die Handlung dann auch mehr Fahrt auf und ich wartete nervös darauf zu erfahren, wie der Krieg am Ende ausgehen würde oder ob die Seraphim und die Chimären irgendwie eine friedliche Übereinkunft treffen würden.

Vom Inhalt her ist der zweite Teil um Einiges düsterer als „Daughter of Smoke and Bone“: Die Tragik der Liebesgeschichte von Karou (bzw. Madrigal) und Akiva, der Krieg, die bedrohliche Präsenz des Weißen Wolfes und die Schuld, die besonders Akiva, Hazael und Liraz spüren.

Mit das Beste an dieser Buchreihe sind meiner Meinung nach die Charaktere. Karou ist eine angenehme Protagonistin mit deren Gedanken und Entscheidungen man gut mitfühlen kann. Und auch Akiva, der im ersten Teil ein bisschen weniger im Mittelpunkt stand, mag ich sehr gerne. Die Chemie zwischen den beiden ist trotz all der Tragik immer noch vorhanden und manchmal war es schwer „mitanzusehen“, wie die beiden sich gequält haben, wenn man die Gesamtsituation kannte. Wer auf viel Romantik oder auf eine vollständige Versöhnung hofft, wird leider enttäuscht werden, aber ich finde, dass sich die Beziehung der beiden auf jeden Fall ein Stück weiterentwickelt hat.

Zusana und Mik sind inzwischen die Einzige Verbindung zur „Menschenwelt“ und ich fand es zwischendurch ganz schön, aus ihrer Sicht zu lesen.

Besonders interessant finde ich jedoch die Chimären und Seraphim, die man im ersten Teil nur kurz oder gar nicht kennengelernt hat. Man lernt so Einiges über die verschiedenen Arten der Chimären, was ich persönlich ziemlich interessant finde. Besonders Liraz und Hazael, aber auch Ziri (der letzte der Kirin, zu denen auch Madrigal gehörte) habe ich inzwischen in mein Herz geschlossen.

Besonders diese drei hat das Schicksal getroffen. Hazaels Tod war für mich (aufgrund eines ärgerlichen Spoilers) leider nicht überraschend, aber ziemlich traurig, besonders wegen Akivas und Liraz Kummer. Und auch Ziris "Tod" ist tragisch, da er nun im Körper des Wolfs steckt. Strategisch gesehen ist das natürlich eine gute Lösung und Ziri ist, trotz all der Schuld, die ihn plagt, ein Held, aber es muss schwer sein in einem Körper zu stecken, in dem man sich ganz und gar unwohl fühlt. Ich hoffe, dass er im dritten Teil einen anderen Körper bekommt.

(show spoiler)

Thiago – der Weiße Wolf – ist trotz seinem Bündnis mit Karou einer der stärksten und vor allem präsentesten Antagonisten in diesem Buch und der Charakter, den ich am wenigsten leiden kann, obwohl die Geschichte ohne ihn um Einiges langweiliger wäre.

Allerdings hat Thiago in einer Szene gegen Ende des Buches versucht Karou zu vergewaltigen. Das kam zwar aufgrund ihrer Vergangenheit nicht gerade überraschend, hat mich aber ziemlich schockiert, weil es an dieser Stelle ziemlich brutal wurde.

(show spoiler)

Das Ende hat mich überrascht hat, was ich als positiv empfinde. Und es macht auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil.

Ich finde es interessant, dass die Autorin hier eine Verbindung zwischen Eretz und der Menschenwelt knüpft.

(show spoiler)

 

Fazit:

„Days of Blood and Starlight“ ist eine super Fortsetzung, die zwar nichts von dem Zauber des ersten Buches verliert, aber ein um Einiges ernster und düsterer wird und mich mit vielen Fragen danach, wie es weitergehen wird, zurücklässt. Ich bin schon gespannt auf den dritten Teil und auf ein hoffentlich glückliches Ende.

 

 

Wertung: 4 von 5 Zähnen

Getrieben: Durch ewige Nacht  - Veronica Rossi

 

 

Roar musterte sie lange und eindringlich, den Hauch eines Lächelns in den Augen. „Das ist kein wirres Zeug, Aria. Es ist das, was passiert. Die Wahrheit.“ Er drückte ihre Hand und ließ sie dann los. „Bitte verschone mich nie damit."

 

 

 

Inhalt:

Nach ihrem Wiedersehen mit Perry, der nach Vales Tod nun Kriegsherr der Tiden ist, begleitet Aria ihn zu seinem Stamm. Fast alle Außenseiter sind ihr gegenüber allerdings nicht gerade freundlich gesinnt, da sie eine Siedlerin ist. Aber nicht nur Aria fällt es bei den Tiden nicht leicht. Perry muss dafür kämpfen, dass seine Entscheidungen anerkannt werden und sein Volk vertraut nicht immer so ganz in ihn, wie er es vielleicht gedacht hatte. Nachdem die Anfeindungen gegen Aria immer schlimmer werden, beschließt sie zusammen mit Roar den Stamm zu verlassen und ihren ursprünglichen Plan, zum Stamm der Hörner zu gehen und nach der Blauen Stille zu suchen, um Talon, der in Reverie festgehalten wird, zu befreien, weiter zu verfolgen...

 

Meine Meinung:

Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um wieder in die Geschichte zu kommen, obwohl der zweite Band direkt an die Handlung von Band eins anschließt. Aber schon nach den ersten zwei bis drei Kapiteln war ich wieder vollkommen gefangen in der Welt, die Veronica Rossi sich erdacht hat. Das Buch war wirklich spannend und ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Aria und Perry als Protagonisten sind mir wirklich sehr sympathisch und ich kann mich gut in sie hineinversetzen.

Aria hat im ersten Teil ihre Mutter verloren und hat es sich nun als Ziel gesetzt, die Blaue Stille zu finden und damit Talon zu befreien. Sie ist, wie man sie schon am Ende des ersten Buches kannte, eine starke Frau, die für ihre Überzeugungen eintritt. In der Zeit in der sie und Perry getrennt waren, hat sie sich noch weiterentwickelt, was auch ihm schon zu Beginn auffällt. Sie versucht im Verlauf des Buches herauszufinden, wer sie eigentlich ist und wohin sie gehört, zu den Außenseitern oder zu den Siedlern. Das alles schiebt sie allerdings ein wenig zur Seite, um sich nur auf das Ziel die Blaue Stille zu finden zu konzentrieren.

Perry macht im zweiten Teil eine große Entwicklung durch. Er muss sich in die Rolle des Kriegsherren einfinden. Am Anfang hat er damit einige Probleme, z. B. wenn es darum geht, sein Volk davon zu überzeugen, dass seine Entscheidungen die richtigen sind. Aber im Laufe des Buches wächst er immer mehr in diese Rolle hinein und fühlt sich davon auch immer wohler. Auch Roar spielt wieder eine große Rolle, da er zu Beginn auch bei den Tiden lebt und dann mit Aria zu den Hörnern zieht, um Liv wiederzusehen.

Roar ist immer noch eine meiner Lieblingsfiguren. Man erfährt im zweiten Teil auch ein bisschen mehr von Arias und Roars gemeinsamer Zeit, die am Ende des ersten Teils (soweit ich mich erinnere) nur kurz erwähnt wird. Die beiden sind sich sehr nahe und verstehen sich sehr gut. Aria redet mit Roar im Verlauf der Geschichte über viele Dinge, über die sie mit Perry nicht geredet hat.

Außerdem lernt man im zweiten Teil noch weitere wichtige Figuren kennen, wie z. B. Perrys Gefolgsleute oder den Stamm der Hörner und auch Liv, Perrys Schwester.

Die Welt, die Veronica Rossi geschaffen hat, hat mich natürlich im zweiten Band genauso fasziniert, wie im ersten. Die Ätherstürme bedrohen immer mehr das Land der Tiden und auch die Kuppeln, in denen die Siedler leben, und die Suche nach der Blauen Stille wird damit immer dringender. In „Getrieben“ wird allerdings das Leben der Außenseiter noch genauer beschrieben. Allerdings gerät auch das Leben der Siedler nicht aus dem Blickfeld. Außerdem nimmt die Blaue Stille, die ja im ersten Teil nicht viel mehr als eine flüchtige Hoffnung war, im zweiten Teil immer mehr Form an.

 

Fazit:

„Getrieben – Durch Ewige Nacht“ ist eine tolle Fortsetzung der Reihe um Aria und Perry. Die Hauptfiguren entwickeln sich weiter und die Handlung nimmt immer mehr Form an. Die Handlung des zweiten Teils hat mich absolut gefesselt und ich freue mich auf den letzten Teil der Trilogie und das spannende Finale!

 

 

Wertung: 4 ½ von 5 Smarteyes